Common Purpose / September 16 2026

Zukunft braucht junge Talente – was wir von der Haspa lernen können

Zukunft gestalten, Talente halten

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel machen Nachwuchsarbeit längst zur Zukunftsfrage. Doch gerade wenn das Tagesgeschäft drängt, Krisen gelöst und kurzfristige Entscheidungen getroffen werden müssen, gerät die Frage leicht aus dem Blick: Wie bereiten wir uns eigentlich systematisch auf das Morgen vor?

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat darauf eine ziemlich pragmatische Antwort gefunden: genau hinschauen, was junge Talente brauchen – und nachsteuern, wenn sich zeigt, dass noch etwas fehlt.

Talent Circle_Katharina Anastasiou
Vor drei Jahren hatte das Talent Hub bereits ein hervorragendes Ausbildungsprogramm auf die Beine gestellt. Es gibt eine Filiale, die nur von Azubis geführt wird, Bildungsreisen zur Stärkung demokratischer Werte nach Berlin oder Austauschformate mit etablierten Führungskräften – dazu eine sehr engmaschige, individuelle Begleitung.

Doch mit der Übernahme nach der Ausbildung veränderte sich die Situation. Die jungen Menschen hatten schlagartig mehr Verantwortung, gleichzeitig nahm die intensive Begleitung durch das Talent Hub ab. Das Ausbildungsprogramm funktionierte – aber die nächste Entwicklungsphase stellte neue Anforderungen.

Wie können junge Talente auch jetzt Orientierung bekommen, sich weiterentwickeln und sich mit der Haspa verbunden fühlen? 

Eine Antwort darauf ist der „Talent Circle“ als ein wichtiger Baustein für die Post-Azubizeit.  Was dahintersteckt und warum die Begleitung nicht mit dem Ende der Ausbildung aufhören sollte, berichtet Dr. Kamilla Zak, Leiterin des Talent Hubs: 

 

Zak_Kamilla
„Als Hamburger Sparkasse begleiten wir aktuell mehr als 500 Auszubildende und Dual Studierende – von der Gewinnung über die Begleitung bis hin zur Entwicklung unserer Talente. 

Vor drei Jahren haben wir im Talent Hub bewusst ein neues Kapitel aufgeschlagen: Wir begleiten unsere jungen Talente auch nach ihrer Ausbildung weiter, um ihnen psychologische Sicherheit zu geben, ihre Entwicklung gezielt zu fördern und ihre emotionale Bindung an die Haspa zu stärken. Seitdem ist viel passiert – unter anderem halten wir unsere Abwanderungsquote stabil unter 15 Prozent und sind stolz darauf, diesen Weg eingeschlagen zu haben. 

Ein wichtiges Puzzlestück dabei ist unser „Talent Circle“: eine Community für ausgelernte Azubis und Dual Studierende, in der sie sich vernetzen, voneinander lernen und aktiv die Zukunft der Haspa mitgestalten. Gemeinsam mit Common Purpose haben wir in diesem Jahr einen Workshop gestaltet, der gezeigt hat, wie persönliche Werte und individuelle Stärken zur echten Superpower für berufliche Entscheidungen werden können – ein großartiges Format, das unsere jungen Talente dazu motiviert hat, mutig zu sein, neugierig zu bleiben und stärker Eigenverantwortung zu übernehmen.“ 

Für uns war schnell klar: Das war nicht das letzte Mal, dass wir diesen Workshop anbieten. Denn genau hier wurde sichtbar, was passieren kann, wenn junge Menschen Raum bekommen, die eigenen Werte und Stärken nicht nur zu kennen, sondern mit den eigenen beruflichen Entscheidungen zu verbinden.

Aus unserer Sicht steckt darin ein wichtiger Gedanke für zukunftsorientierte Nachwuchsarbeit: Man muss nicht heute wissen, was junge Talente in drei Jahren brauchen werden. Aber man muss bereit sein, hinzuschauen, wenn sich ihre Situation verändert – und die eigene Arbeit entsprechend weiterzuentwickeln. 

Zukunft lässt sich nicht vollständig planen. Aber man kann sich systematisch auf sie vorbereiten. 

Das gilt für die Entwicklung junger Talente genauso wie für Organisationen insgesamt. Wer Nachwuchsarbeit als langfristige Zukunftsaufgabe versteht, entwickelt nicht einmal ein Programm und hält daran fest. Er beobachtet, was funktioniert, wo neue Herausforderungen entstehen und welche Unterstützung als Nächstes gebraucht wird.

Genau dort setzt auch unsere Arbeit mit Unternehmen an: Wir entwickeln Formate, die zu ihren konkreten Herausforderungen passen – und entwickeln sie weiter, wenn sich diese Herausforderungen verändern. 

 

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